CLEANROOM EXPERIENCE-Blog

Optimales Reinraumfachpersonal

12.01.2018 11:15:00 / von Frank Duvernell

 

Reinraumfachpersonal muss „gemacht“ werden

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Kleider machen Leute und Schulungen machen Reinraumleute. Denn in aller Regel sind die Menschen von Beruf beispielsweise Ingenieur, Gebäudereiniger, Verfahrenstechniker oder Laborant, aber nicht Reinraumfachkraft.

„Und darin besteht das Dilemma“, sagt Frank Duvernell, Gründer der ReinraumAkademie und der CleanroomAcademy„Die Befähigung, in einer Reinraumproduktion arbeiten zu können, ist ‚nur‘ eine Zusatzqualifikation. Es gibt kein Berufsbild des Reinraumingenieurs, des Reinraumlaboranten, des Reinraumservicetechnikers oder des Reinraumreinigers.“

Fachpersonal für den Reinraum kommt nicht von der Stange

Erschwerend kommt hinzu, dass die Arbeitsagenturen die Nachfrage nach Reinraumfachpersonal kaum steuern können. Selbst wenn sie entsprechende Rubriken anböte, würden diese kaum gefunden werden, weil die Leute nur nach bekannten Berufen suchen. Von den vielen Möglichkeiten in der Reinraumbranche wissen Fachkräfte und Arbeitssuchende oft nichts.

Die Folge ist, dass die Fachkräfteentwicklung nicht mit dem Zuwachs an Reinräumen Schritt hält.

Das bedeutet in der Konsequenz: Die Reinraumtechnik muss Einzug in die Ausbildungsberufe halten. Zu den ersten Vorreitern, die Studiengänge um Reinraumtechnik erweitern, zählen die Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen und die Universität Graz.

Doch bis genügend ausgebildete Reinraumfachkräfte zur Verfügung stehen, müssen sich die Unternehmen selbst weiterhelfen. Reinräume stellen hohe Anforderungen an die Mitarbeiter.

Sie müssen Schutzkleidung tragen und sich langsam bewegen, dürfen nicht viel sprechen, nicht essen, nicht trinken, keinen Kaugummi kauen und idealerweise nicht rauchen. Auch Bärte, Make-up, Schmuck, Hautkrankheiten und offene Haare sind tabu.

Wie vermittelt man also dem Reinraummitarbeiter, dass er durch sein Verhalten im Reinraum die Umgebungsbedingungen, die Prozesssicherheit und die Produktqualität beeinflusst? Und wie vermittelt man dieses Wissen an den Reinraummitarbeiter so, dass es nach 14 Tagen nicht vergessen ist?

Eine Möglichkeit besteht darin, die Mitarbeiter von professionellen Wissensanbietern qualifizieren zu lassen. Eine andere Möglichkeit liegt darin, selbst Schulungsprogramme aufzulegen. Wertvoll ist hierbei die Empfehlung zu standardisierten Abläufen. Nur dann könnten die Schulungen, etwa zu Hygiene, Verhalten, Reinigung oder Herstellprozessen, immer in gleicher Qualität durchgeführt werden.

Wichtig seien auch Wiederholungen. Besser ist es also, Sie wiederholen die Schulungen in festen Abständen und halten dementsprechend die Schulungszeit kürzer. Oft werden gewerbliche Mitarbeiter stundenlang mit theoretischem Wissen erschlagen. Es kann wichtiger sein, das erlernte Wissen sowohl nach jeder Veranstaltung, als auch später in der Praxis zu überprüfen und die Schulungen zu dokumentieren.

Wer kein hausinternes Schulungssystem aufbauen kann, dem stehen externe Anbieter zur Seite.

Als zentrale Plattform finden Sie zahlreiche Angebote unterschiedlicher Anbieter zu Reinraumschulungen auf der Webseite der ReinraumAkademie unter www.reinraum-akademie.de

Laden Sie sich gerne die Jahresübersicht zu Tagestrainings, Seminaren und CleanroomExpertsDays der ReinraumAkademie in Leipzig (D) und am Standort der CleanroomAcademy in Wangen an der Aare (CH) herunter und finden Sie Ihre passenden Weiterbildungsmöglichkeiten im Reinraumbereich.

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Topics: Reinraum, Cleanroom Experts Days, Verhalten im Reinraum, Qualifizierung

Frank Duvernell

Geschrieben von Frank Duvernell